Fragen & Antworten

Wer muss seine Tierzahlen an die TSK melden?

Jeder Besitzer von Rindern, Schweinen, Pferden, Schafen, Ziegen, Gehegewild zur Fleischerzeugung, Bienen und Hummeln und Geflügel, einschließlich gewerbliche Brütereien, hat die gesetzliche Meldepflicht alle gehaltenen Tiere, der jeweiligen Tierart, an die Tierseuchenkasse von M-V zum Stichtag 3. Januar jeden Jahres zu melden, unabhängig vom Alter (außer bei Schafen), Geschlecht und/oder Nutzungsart.

Tierkaufleute, Betreiber von Viehhandelsunternehmen oder Viehsammelstellen, natürliche oder juristische Personen, die in Gewinnerzielungsabsicht Tiere in, nach oder aus Mecklenburg-Vorpommern erworben, veräußert und dabei in unmittelbaren Besitz genommen haben, melden die Gesamtzahl aller im Vorjahr umgesetzten Zucht- und Nutztiere für die Tierarten Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege und Geflügel.

Wie und wohin muss gemeldet werden?

Tierhalter senden den ausgefüllten und unterschriebenen Tierzahlmeldebogen an die Tierseuchenkasse von M-V (TSK) bzw. die Erfassungsstelle der TSK oder Sie melden elektronisch über den Online-Service der TSK. Dieser Service steht jedem Tierhalter, unabhängig von der Größe und dem Zweck der Tierhaltung zur Verfügung.

Tierkaufleute können den Online-Service nicht nutzen.

Genügen die Viehzählungen und andere Meldungen?

Leider nicht! Die Ergebnisse der Viehzählungen des Statistischen Landesamtes, Meldungen an das Veterinäramt, den LKV bzw. MQD in Güstrow oder an andere Behörden und Ämter können nicht herangezogen werden. Sie müssen Ihre Tierzahlmeldung an die TSK absenden! Bitte beachten Sie, dass ausbleibende, unvollständige oder falsche Tierzahlen zur Leistungskürzung bzw. Leistungsverlust führen können.

Werden die Tierzahlen aus dem HIT (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere) übernommen?

Der Abgleich mit dem HIT ist nur möglich, wenn Sie der TSK Ihre Registriernummer (auch als Betriebsnummer oder HIT-Nr. bekannt) mitgeteilt haben und funktioniert nur für die Tierart Rind. Bei anderen Tierarten ist dieses Verfahren zurzeit leider nicht möglich. Bei Abweichungen zum HIT werden die vom Tierhalter ggf. höher gemeldeten Rinderzahlen der Beitragsveranlagung zugrunde gelegt. Den Rinderbestand müssen Sie uns unbedingt melden, wenn Ihre HIT-Nummer noch nicht vorliegt und Sie außer Rinder noch weitere Tierarten halten. Wichtig! Kontrollieren Sie unbedingt vorab Ihre Daten im HIT und korrigieren Sie fehlerhafte Tierzahlen u. a. Angaben rechtzeitig!

Besteht Meldepflicht für Tierkaufleute?

Tierkaufleute, Betreiber von Viehhandelsunternehmen oder Viehsammelstellen, natürliche oder juristische Personen haben eine gesetzliche Meldepflicht an die Tierseuchenkasse von M-V (TSK).

Weitere Informationen für Tierkaufleute:
Rechtsgrundlage

§ 20 des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) in Verbindung mit § 20 des Ausführungsgesetzes von M-V zum Tiergesundheitsgesetz (TierGesGAG) und die jeweils gültige Beitragssatzung

Wann muss die Tierzahlmeldung erfolgen?

Jeweils bis zum 20. Januar eines Jahres.

Wie muss gemeldet werden?

Sie senden den ausgefüllten und unterschriebenen Tierzahlmeldebogen unabhängig von der Beitragspflicht an die Tierseuchenkasse von M-V (TSK) bzw. die Erfassungsstelle der TSK.

Wenn die Tierzahlmeldung zum Stichtag ausbleibt …

übergeben Sie uns damit automatisch den Auftrag, für die aktuelle Beitragsveranlagung die Tierzahlen aus dem Vorjahr heranzuziehen.

Wer muss seine Tierumsätze an die TSK melden?

Meldepflichtig sind Tierkaufleute, d.h. Viehhandels-, Transportunternehmen und Sammelstellen.

Welche Angaben müssen gemacht werden?

Gesamtzahl aller im Vorjahr umgesetzten Zucht- und Nutztiere für die Tierarten Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege und Geflügel, die in Gewinnerzielungsabsicht in, nach oder aus Mecklenburg-Vorpommern erworben, veräußert und dabei in unmittelbaren Besitz genommen wurden.

Die Anzahl der Tiere ist anhand der Viehhandels- und Transportkontrollbücher nachzuweisen; werden die Bücher nicht vorgelegt, ist die Zahl zu schätzen.

Eigentumsverhältnisse (Übereignung bzw. die Übergabe der Tiere an den Erwerber) spielen keine Rolle.

Wesentlich für die unmittelbare Inbesitznahme der Tiere sind – unabhängig von der Dauer – die Ausübung der Sachherrschaft über die Tiere, die stationäre Verbringung bzw. Unterbringung der Tiere, deren Obhutnahme und Versorgung.

Die Umsätze der genannten Tierarten sind anzugeben, wenn die Geschäftstätigkeit des Unternehmens darauf gerichtet ist, nach dem Kauf der Tiere diese wieder zu verkaufen oder in einem anderen Betrieb oder eine andere Einrichtung umzusetzen.

Was ist von der Meldung ausgenommen?

  • Das Verbringen der Tiere über Spediteur bzw. Frachtführer.
  • Schlachttiere

Welcher Beitrag fällt an?

Maßgebend sind acht Prozent der im Vorjahr umgesetzten Zucht- und Nutztiere.

Die Veranlagung erfolgt durch die TSK nach der errechneten Tierzahl wie folgt für das Jahr 2018:

  1. Rinder (einschließlich Bisons, Wisente und Wasserbüffel) 2,40 Euro je Tier
  2. Schweine 1,50 Euro je Tier
  3. Schafe und Ziegen 0,10 Euro je Tier
  4. Pferde beitragsfrei
  5. Geflügel 0,0415 Euro je Tier

Genügen die Viehzählung und andere Meldungen?

Sie müssen Ihre Tierzahlmeldung selbst an die TSK senden!

Anderweitig registrierte Daten werden nicht herangezogen.

Beachten Sie, dass ausbleibende, unvollständige oder falsche Tierzahlmeldungen zur Leistungskürzung bzw. Leistungsverlust führen.

Welche Vergünstigungen gibt es?

Tierkaufleute mit einer amtstierärztlichen Bescheinigung darüber, dass Ihr Unternehmen ein dem Hygieneprogramm angeschlossener Betrieb gemäß der Richtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern für ein Hygieneprogramm für Viehhandelsbetriebe und Viehtransportunternehmen vom 27. April 1995 oder einem gleichwertigen Programm eines anderen Bundeslandes ist, erhalten bei Vorlage der Anerkennungsbescheinigung einen Beitragsrabatt in Höhe von 50 Prozent.

Wenn Sie zurzeit nicht handeln?

Es ist in jedem Fall der Vorjahresumsatz zu melden.

Viehhöfe und Tierhaltungen

Werden Tiere der genannten Tierarten länger als 30 Tage im Viehhandelsunternehmen gehalten, sind diese Tiere extra anzugeben und werden als Tierbestand veranlagt.

Wie muss ich vorgehen wenn zurzeit keine Tiere gehalten bzw. gehandelt werden?

Sollten Sie zum Stichtag 3. Januar bzw. vorübergehend keine Tiere halten, kreuzen Sie dies bitte auf der Vorderseite des Meldebogens an. Nach der Wiederaufnahme der Tierhaltung melden Sie Ihren Tierbestand unaufgefordert innerhalb von 14 Tagen an die TSK.

Tierkaufleute, Betreiber von Viehhandelsunternehmen oder Viehsammelstellen, natürliche oder juristische Personen melden in jedem Fall die Gesamtzahl der im Vorjahr umgesetzten Zucht- und Nutztiere für die Tierarten Pferd, Rind, Schwein, Schaf, Ziege und Geflügel.

Gibt es Tierarten, die nicht gemeldet werden müssen?

Kaninchen, Tauben und Süßwasserfische, Kameliden und Lamas müssen nicht gemeldet werden.

Wie ist bei Pensionshaltung z.B. in Reitställen zu melden?

Bei gemeinsamen Tierhaltungen (z. B. untergestellte Pferde in Reitställen) muss sich jeder Tierbesitzer selbst bei der TSK (an)melden. Pensions- oder Stallbetreiber können ihrer eigenen Meldung eine Einstallliste mit Anschrift(en) der(s) Tierbesitzer(s), Tierart und Anzahl der in ihrem Gewahrsam bzw. in ihrer Obhut befindlichen, fremden Tiere beilegen.

Bis wann muss die Tierzahlmeldung erfolgen?

Bis zum 20. Januar des jeweiligen Jahres bzw. innerhalb von 14 Tagen nach Aufnahme der Tiere bzw. Bienen und Hummeln.

Was passiert, wenn die Tierzahlmeldung zum Stichtag ausbleibt?

Damit übergeben Sie uns automatisch den Auftrag für die aktuelle Beitragsveranlagung die Tierzahlen aus dem Vorjahr heranzuziehen.

Muss die amtliche Anerkennungsbescheinigung für BHV1-Freiheit, BVDV-Unverdächtigkeit bzw. Hygieneprogramm Schwein vorgelegt werden?

Es müssen die im Vorjahr neu erlangten Anerkennungen mit der Stichtagsmeldung vorgelegt werden.

Der BVH1- bzw. BVD-Status spielt für die Beitragsberechnung keine Rolle mehr.

Der TSK bereits nachgewiesener Status Hygieneprogramm Schwein gilt auch für die aktuelle Beitragsveranlagung und ist nicht erneut einzureichen!

Amtstierärztliche Aberkennungen bzw. der Widerruf der Anerkennung sind der TSK unverzüglich vorzulegen.

Wie wird ein Rindermastbetrieb veranlagt?

Die Rinderhaltung als ein reiner Mastbetrieb kann in die entsprechende Beitragsklasse eingestuft werden, wenn:

  1. es ein eigenständiger Bestand mit eigener HIT-Nummer ist,
  2. die Rinder nach der Mästung ausschließlich und direkt der Schlachtung zugeführt werden,
  3. die entsprechende amtstierärztliche Bestätigung mit der Stichtags- bzw. Tierzahlmeldung

vorgelegt wird.

Wann muss nachgemeldet werden?

Nachgemeldet werden muss, wenn

  1. nach dem Stichtag ein Tierbestand neu gegründet, die Tierhaltung begonnen, wieder aufgebaut bzw. aufgenommen wird
  2. Tiere einer nicht vorhandenen Tierart neu aufgenommen werden oder
  3. sich die Tierzahl bei einer bereits gemeldeten Tierart um mehr als fünf Prozent durch Zugänge aus anderen Tierbeständen erhöht, mindestens aber um mehr als 10 Tiere bzw. bei Bienen und Hummeln um mehr als 5 Völker

Wann muss NICHT nachgemeldet werden?

Wenn bei einer bereits gemeldeten Tierart die Erhöhung nicht mehr als zehn Tiere bzw. bis zu 5 Bienen- oder Hummelvölker beträgt oder sich der Tierbestand durch Geburten im eigenen Bestand erhöht.

Wie erfolgt die Berechnung?

Die Beitragserhebung und -sätze werden jährlich vom Verwaltungsrat in einer Satzung festgelegt.

Eine anteilige Berechnung oder Befreiung der Beitragszahlung ist nicht möglich.

Der Beitrag ist ein Jahresbeitrag, d.h. die Beitragspflicht besteht unabhängig von der Haltungsdauer während des Kalenderjahres, also auch bei zeitweiliger bzw. saisonaler Tierhaltung. Bei Aufgabe der Tierhaltung oder Verringerung des Tierbestandes im laufenden Beitragsjahr erfolgt keine Beitragsrückerstattung oder Beitragsminderung.

Viehhandelsunternehmen oder Viehsammelstellen werden mit 8 Prozent aller im Vorjahr in, nach oder aus Mecklenburg-Vorpommern umgesetzten Zucht- und Nutztiere zur Beitragszahlung herangezogen.

Wann ist zu zahlen?

Der veranlagte Beitrag muss nach Zugang des Beitragsbescheides innerhalb von vier Wochen vollständig eingegangen sein. Bei Nachbescheiden gilt eine Zahlfrist von zwei Wochen nach Zugang. Für die Fristberechnung gilt die Buchung des Zahlungseinganges. Bei Zahlungsverzug werden Säumniszuschläge berechnet.